Kos


Kos und seine Nachbarinseln bilden den nördlichen Teil des Dodekanes, der dodekáissa, wie die Griechen sagen. „Zwölf Inseln“ heisst das übersetzt, doch es sind einige mehr.


Mit seinen 290Quadratmetern ist Kos nach Rhodos die grösste und bekannteste Insel des Dodekanes. Kos besitzt ca. 30'000 Einwohner, was in der Sommersaison bis aufs Zehnfache anwachsen kann. Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle der Kosianer.

 

Nebst dem Tourismusgeschäft, das sich vorwiegend in den Küstenregionen ansammelt, bietet Kos auch nennenswerte Kultur- und Naturschauplätze.
Der Naturfreund, der sucht, der findet und wird dafür reichlich belohnt. Kos ist umgeben von wunderschönen langen Sandstränden. Im Innern der Insel erheben sich Gebirge, die einem atemberaubende Ausblicke erfahren lassen. Wandern lohnt sich! Sehr beeindruckend ist der höchste Berg der Insel, der Berg Dikéos (880M.ü.M.), von wo aus man bei guter Sicht die ganze Insel und ihre Nachbarn überblicken kann. Allerdings ist man dafür auch ca. 6-8 Stunden unterwegs und legt ca. 600Höhenmeter zurück. Wem diese Besteigung doch ein wenig zu anstrengend ist in seinem erholsamen Kos Urlaub, für den gibt’s die kleinere Ausführung. Old Pili, das sind Ruinen einer ehemaligen Festung, die in etwa 1,5 Stunden zu erreichen sind. Denn auch an diesem Ort bietet sich dem Aufsteiger ein zauberhaftes Panorama. Auf einem Nebenhügel befindet sich eine ganz originelle Taverne, die in Felsen gebaut ist.
Auch dem, der lieber auf der entspannteren Schiene fahren möchte, kommt auf seine Kosten. Die thermalen Quellen, die sich hinter Kos Stadt befinden, sind genau das Richtige, um zu relaxen. Zu später Stunde ist es am angenehmsten, denn tagsüber sammeln sich dort zahlreiche Touristen an.
Es gibt zudem sehr viele schöne Strände, wo man sich einfach mal hinlegen und abschalten kann.
Natürlich ist auch was für alle Kulturinteressierten mit dabei. Oberhalb Kos Stadt befinden sich die Ruinen des Asklepeion, einem altgriechischen Sanatorium. Die bekannteste Naturheilstätte der Antike wurde von dem aus Kos stammenden, weltbekannten Arzt Hippokrates etwa 400 v.Chr. gegründet. Heute schwören die Ärzte der Welt nach ihrem Studium den Eid des Hippokrates, des Begründers der Schulmedizin.
Traditionelle griechische Tavernen findet man auf der ganzen Insel. Ob in den Bergen ganz romantisch bei Sonnenuntergang, im Hafen mit Blick aufs Meer oder inmitten eines malerischen Griechendörfchens, es ist für jeden Geschmack etwas mit dabei.
Ideal ist, wenn man sich für einen Tag oder länger ein Auto mietet, ganz nach Bedarf, und sich auf eigene Faust über die Insel bewegt und entdeckt. Man kann sich leicht orientieren und ausserdem sind die Griechen sehr hilfsbereit, wenn man sie nach dem Weg oder auch nach ein paar Tipps fragt.